Bye bye Kenia. Es ist leider meistens so: Gerade wenn man sich so richtig eingelebt hat, muss man auch schon wieder gehen. Das letzte Wochenende hier in Kenia war richtig schön und war ein gelungener Abschluss einer wunderbaren Zeit.

Crying stone
Am Samstag ging es mit einigen Malaika Kindern zum Crying stone, der hier in der Gegend sehr bekannt ist. Da es an vielen Tankstellen keinen Sprit mehr zu kaufen gab, haben uns Willy und Nelphine dort abgeladen und ich bin alleine mit den Kindern die Felsen empor geklettert. Während den ersten 10 Minuten unser kleinen Wanderung waren keinerlei Felsen zu sehen doch auf einmal erstreckte sich eine riesige Fels Formation vor uns- der sogenannte Crying Stone.
Der Sage nach gab es eine Königin, die eine schlechte Tat getan hatte und deshalb nach Ägypten verbannt wurde. Dort weinte sie sehr und bat Gott darum, einfach zu einem Stein zu erstarren, um von ihrer bösen Tat befreit zu werden. Und so weint sie heute in Kenia.

Church
Am Sonntag morgen besuchten wir die Kirche, der Willy hier angehört. So ging es mit einigen Malaika Kindern die 500m hinunter zur Kirche. Ich war beeindruckt von der Besucherzahl. Obwohl es hier an jeder Ecke Kirchen gibt, füllten beinahe 1000 Leute das Kirchengebäude.Schade das es in Deutschland leider nicht so aussieht :(. Es war für mich während meiner Zeit hier generell sehr beeindruckend, wie viele Menschen in Kenia Christen sind. Und sie nennen sich nicht nur Christen, sondern man kann an ihrem Verhalten an ihren Gebeten, dem Gesang und der Lebensfreude spüren, dass Jesus in ihnen lebt.
Wir nahmen mitten in einer Schar von Kindern Platz. Da es richtig voll war, quetschten sie sich alle auf die kleine Kirchenbank. Die meisten Kinder konnten ihren Blick nicht von mir abwenden und starrten mich mit großen Augen an. Alle waren gut gekleidet, die Herren mit Anzug und Krawatte, die Frauen und Kinder mit Kleidchen. Zwar verstand ich nur die Worte Mungu (Gott), mbwana(Herr) und Amena (Amen), dennoch war der ganze Gottesdienst sehr spannend für mich. Ein großer Chor stimmte uns in die Lieder ein. Es wurde viel gesungen und eine lange Predigt wurde gehalten. Danach folgen die Opfergaben. Erst in Form von Geld danach mit Lebensmitteln. Ich war beeindruckt, wie viel die Leute hier spendeten. Mit den Spenden hätte man gut eine Woche jeden Tag großzügige Mahlzeiten zubereiten können oder einen ganzen Erntedank-Altar gestalten können. Eine riesige Bananenstaude, Wassermelonen, zahlreiche Packungen Maismehl, einen Kanister voll Öl und sogar zwei lebendigen Hühner wurden gespendet. Da musste ich mir ein wenig das Lachen verkneifen. Natürlich wurde Willy am Ende des Gottesdienstes noch nach vorne gebeten, um ein paar Worte zu sagen. Nach 2 1/2 Stunden war die Feier schließlich zu Ende. (Ich hatte mich sogar auf 3-4 Stunden eingestellt 😂) Wir begrüßten schließlich noch die Hauptmitglieder der Gemeinde und gingen dann wieder zurück nach Malaika.
Während meiner Zeit in Malaika las ich Willys Biographie. Es hat mich sehr inspiriert, wie viel er in Afrika bewegen konnte und wie Gott ihn gebrauchen konnte. Ich bin mir sicher, dass das nicht der letzte Einsatz für mich war und das noch Weitere auf dem afrikanischen Kontinent folgen werden. Auf meinen Glauben sollen noch viele weitere Taten folgen und die Liebe Gottes, die in mir ist, möchte ich noch am viele Kinder ausschütten. Ich habe nun mein Herz an ein weiteres afrikanisches Land verloren. Kenia 🇰🇪! Die Menschen mit ihrer herzliche Wärme, der Lebensstil hier, die Natur und vieles mehr zieht einen hier in den Bann. Für mich war die Zeit hier eine enorme Bereicherung. Mein Glaube konnte gestärkt werden und ich durfte das Gute, das ich empfangen habe, an die Kinder weitergeben.
Ich kann jedem nur empfehlen einmal im Leben, das Abenteuer Afrika zu wagen und sich in eine ganz andere Welt zu begeben. Ganz nach Willys Buchtitel kann man sagen: „Wage das Leben und verlasse dein Haus“




























